Herzuntersuchung

Sollte sich durch verdächtige Symptome, die Sie mir schildern oder sollte sich beim Abhören des Herzens (beispielsweise bei der Impfung oder vor einer Narkose) einmal der Verdacht einer Herzerkrankung stellen, so können im Rahmen einer ausführlichen Herz-/Kreislaufuntersuchung u.a. folgende weitergehende Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Abhören: Bei der Auskultation lassen sich sogenannte Herznebengeräusche oder Rhythmusstörungen feststellen.
  • Röntgen: Mit Hilfe einer Röntgenaufnahme kann man die Lage und die Größe/Vergrößerungen des Herzens beurteilen. Die Herzgrösse wird mittels des VHS (Vertebral Heart Score) durch eine Vermessung des Herzens bestimmt.
  • EKG: Das EKG gibt Aufschluss darüber, ob z.B. Herzrhythmusstörungen und massive Herzmuskelerkrankungen vorliegen.
EKG per Computer
EKG per Computer

Die Anzahl herzkranker Tiere ist höher als man denkt! Oftmals besteht bei den Tieren bereits eine Herzerkrankung, ohne dass der Besitzer etwas merkt. In dieser Phase der Herzerkrankung kompensiert das Herz noch und erst, wenn die Belastung für das Herz zu hoch wird, zeigen sich deutliche Symptome beim Tier (Dekompensation). Dies ist der Grund, warum bei vielen Tieren, die nicht regelmäßig untersucht werden, bei einem Tierarztbesuch öfters eine fortgeschrittene Herzerkrankung festgestellt wird. In diesen Fällen kann oft nur durch hohen Medikamenteneinsatz das Herz noch unterstützt und damit teilweise entlastet werden. Bei diesen Tieren hätte ein wesentlich früherer Therapiebeginn auch eine deutlich längere Lebenserwartung bedeutet.

Es ist somit letztlich auch kostengünstiger, regelmäßig zur Untersuchung zum Tierarzt zu gehen. Die Untersuchung im Rahmen der jährlichen Impfung reicht hierfür normalerweise aus. Ältere Tiere sollten halbjährlich untersucht werden, hier ist die Zeitspanne von einem Jahr zu lang.